Sensorik auf der Schiene – mehr Sicherheit und Transparenz

Logistikketten sind die Schlagadern moderner Wirtschaftssysteme. Güter sollen möglichst schnell,  günstig und zuverlässig  von  A  nach  B  transportiert  werden.  Für eine genaue  Überwachung  des  Transports  sowie  des  Zustands  des  Ladeguts sorgen dabei verstärkt Lösungen aus dem Bereich der Sensorik. Durch  den  Einsatz  von  Sensoren  in  Kombination  mit  Telematik  wird  mehr Sicherheit  und  Transparenz  in  der  Transportkette  erreicht.

VTG  Connect  enthält  standardmäßig  einen  Sensor,  der  die  Umgebungstemperatur  misst,  sowie  einen  Schocksensor,  der  Stöße  oder  Schlageinwirkung  dokumentiert.  Im mehreren Projekten forscht die VTG an weiteren Anwendungsfällen, um durch Sensorik den Schienengüterverkehr noch sichererer, schneller und zuverlässiger zu machen.

Die zwei Projekte "VTG Rail Europe - Statusorientierte und vorausschauende Instandhaltung" und "eMaintenance365" stellen wir Ihnen hier genauer vor.

CEF-Projekt "VTG Rail Europe - Statusorientierte und vorausschauende Instandhaltung"

Im Jahr 2019 erhielt die VTG die Zusage der Europäischen Kommission für ein Innovationsvorhaben. Mit der von der INEA (Exekutivagentur für Innovation und Netzwerke der Europäischen Kommission) geförderten Aktion "VTG Rail Europe statusorientierte und vorausschauende Instandhaltung" strebt die VTG an, die Konformität des Eisenbahnsystems mit den EU-Richtlinien zur Eisenbahnbetriebsfähigkeit und -sicherheit, einschließlich der Einhaltung der Technischen Spezifikationen für die Interoperabilität (TSI) der Telematikanwendung für den Güterverkehr (TAF), sowie der TEN-V-Richtlinien durch die Umsetzung statusorientierter und vorausschauender Instandhaltungsprozesse für die Eisenbahngüterwagen der VTG Rail Europe zu erreichen. Bis 2023 will die VTG 15.000 Eisenbahngüterwagen mit Sensoren und/oder streckenseitiger Überwachung ihrer sicherheitsrelevanten Teile, nämlich Bremssystem (Sensoren in den Bremsklötzen), Radsatz (Sensoren zur Lagerüberwachung) und/oder Gesamtzustand der Wagen (Sensoren für den Ladungszustand) ausrüsten. Dies entspricht 15 % der Wagenflotte der VTG Rail Europe und einem erheblichen Marktanteil des Schienengüterverkehrs in Europa auf allen neun TEN-T-Kernnetzkorridoren.

 

Vorteile

  • Deutlich reduzierte Ausfallzeiten der Waggons und damit erhöhte Verfügbarkeit der Flotte für nachhaltigen Schienentransport
  • Vereinfachung des Managements des Schienentransports, da Waggons für die Instandhaltung mit weniger ungeplanten Auswirkungen einfacher geplant und prognostiziert werden können
  • Erhöhtes Sicherheitsniveau durch aktiv kontrollierten Reparaturstatus und Überwachung der Waggons
  • Erhöhte Netzkapazität und geringere Emissionen (CO2, NOx und Lärm) durch vermiedenen Transport zu den Reparaturwerkstätten
  • Erhöhte Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrsträgers Schiene

Aktuelles zum Projekt

Die Exekutivagentur für Innovation und Netzwerke (INEA) aus Brüssel und das BMVI wurden im Rahmen eines Projekttreffens im VTG Headquarter über den Stand des Innovationsprojektes der VTG informiert. Prototypen der Sensoren wurden im Hamburger Hafen präsentiert. Sie werden derzeit an Intermodalwagen getestet und für den Einsatz im Güterverkehr angepasst.

Kontakt CEF-Projekt "VTG Rail Europe - Statusorientierte und vorausschauende Instandhaltung"


Joachim Wirtgen
Head of Project and Association Management

joachim.wirtgen@vtg.com

Tel: +49 40 2354-2384

Josefine Obendorf
Project and Association Management

josefine.obendorf@vtg.com

Tel: +49 40 2354-2398

Pilotprojekt eMaintenance365

Kontakt Pilotprojekt eMaintenance365


Thomas Dittmann
Referent Digitalisierung / Spezialist Schienenlogistik und Bahnbetrieb

thomas.dittmann@vtg.com

Tel: +49 40 2354 2372