Erneute Umsatzsteigerung 2018 – VTG-Vorstand schlägt Erhöhung der Dividende vor

Hamburg, 28. Februar 2019

- Konzernumsatz wächst um 5,7 Prozent auf 1.072,6 Mio. Euro

- Steigerung des EBITDA um 7,9 Prozent vor Sondereffekten

- Erhöhung der Dividende auf 0,95 Euro geplant

- Einmalige Sondereffekte belasten das Ergebnis

- Wagenauslastung auf Zehnjahreshoch – Nacco-Geschäft trägt zum guten Ergebnis bei

- VTG kündigt Delisting im zweiten Quartal 2019 an

Fortsetzung der positiven Entwicklung: Die VTG Aktiengesellschaft (WKN: VTG999) hat das Geschäftsjahr 2018 erfolgreich abgeschlossen. Die heute veröffentlichten noch untestierten Zahlen weisen einen Konzernumsatz von 1.072,6 Mio. Euro und damit eine Steigerung von 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1.014,4 Mio. Euro) aus. Zurückzuführen ist dieser deutliche Zuwachs vor allem auf die dynamische Entwicklung in der Waggonvermietung: Dank einer weiter gestiegenen Nachfrage konnte die Flottenauslastung hier bis zum Jahresende auf 93,5 Prozent und damit auf ein Zehnjahreshoch erhöht werden. Auch die 2018 erfolgreich abgeschlossene Nacco-Übernahme und die damit verbundene Integration der Flotte wirkte sich positiv auf den Umsatz aus: Die Erstkonsolidierung im vierten Quartal 2018 führte zu einem zusätzlichen Umsatzbeitrag in Höhe von 22,3 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) lag auf Konzernebene mit 349,3 Mio. Euro 1,7 Prozent über dem Vorjahresniveau von 343,4 Mio. Euro. Darin enthalten sind Sonderaufwendungen von 25,6 Mio. Euro, darunter 18,8 Mio. Euro für die Nacco-Übernahme und Kosten in Höhe von 6,8 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot durch die Warwick Holding GmbH (Morgan Stanley Infrastructure). Bereinigt um diese Sonderaufwendungen wäre das EBITDA um 7,9 Prozent auf 374,9 Mio. Euro gegenüber 2017 gestiegen.

„Das vorläufige Ergebnis zeigt, dass wir mit der Nacco-Übernahme einen richtigen und wichtigen Schritt für die langfristige Entwicklung des Unternehmens gemacht haben“, sagt Dr. Heiko Fischer, Vorsitzender des Vorstands der VTG AG. „Auch wenn die Kosten für die Transaktion das Konzernergebnis belastet haben: Schon jetzt bestätigt sich, dass wir unsere Position damit auf lange Sicht stärken konnten. Wir sind zuversichtlich, diesen positiven Trend auch 2019 fortsetzen zu können. Von dieser Entwicklung sollen auch unsere Aktionäre profitieren. Daher wird der Vorstand eine Erhöhung der Dividende auf 0,95 Euro vorschlagen.“

Auslastung in der Waggonvermietung auf Zehnjahreshoch – deutliche Steigerung von Umsatz und EBITDA

Eine sehr dynamische Entwicklung verzeichnete die Waggonvermietung: Die Auslastung auf Zehnjahreshoch schlug sich in einem Umsatz von 579,9 Mio. Euro nieder, was einer Steigerung von 11,4 Prozent entspricht (Vorjahr: 520,7 Mio. Euro). Auch im operativen Ergebnis spiegelte sich die erhöhte Nachfrage und die Integration der Nacco-Flotte wider: Das EBITDA verbesserte sich proportional zum Umsatz um 11,0 Prozent auf 381,4 Mio. Euro (Vorjahr: 343,6 Mio. Euro). Die zum Jahresanfang 2018 veröffentlichte Prognose eines leichten Umsatz- und EBITDA-Anstiegs in der Waggonvermietung konnte damit übertroffen werden.

Beitrag der Logistikeinheiten zum Konzernumsatz auf Vorjahresniveau – Marktentwicklungen belasten EBITDA

Der Wegfall von zwei Großaufträgen, der Bahnstreik in Frankreich sowie ein Mangel an Lokführern haben sich 2018 negativ auf die Geschäftsentwicklung der Schienenlogistik ausgewirkt. So sank der Umsatz um 3,6 Prozent auf 324,5 Mio. Euro (Vorjahr: 336,4 Mio. Euro). In dem Zusammenhang ging auch das EBITDA um 22,0 Prozent auf 6,5 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 8,3 Mio. Euro). Die zum Jahresanfang 2018 veröffentlichte Prognose eines leichten Umsatz- und EBITDA-Anstiegs in der Schienenlogistik konnte daher nicht erreicht werden.

Die Tankcontainerlogistik konnte ihr Transportvolumen erneut dynamisch ausbauen und den Umsatz entsprechend um 6,9 Prozent auf 168,2 Mio. Euro steigern (Vorjahr: 157,3 Mio. Euro). Ergebnisseitig ergab sich jedoch ein anderes Bild: Veränderte Transportströme in den Überseerelationen führten zu einem Anstieg der Kosten durch eine Minderauslastung des Equipments, höhere Standgelder und höheren Leerpositionierungsaufwand. Die steigende Nachfrage in Europa verschärfte zudem die bestehenden infrastrukturellen Engpässe im Schienen- und Straßengüterverkehr, was ebenfalls höhere Standgelder und Frachtkosten zur Folge hatte. Das EBITDA des Geschäftsbereichs reduzierte sich daher 2018 um 42,3 Prozent auf 6,5 Mio. Euro (Vorjahr: 11,3 Mio. Euro). Die zum Jahresanfang 2018 veröffentlichte Prognose eines leichten Umsatz- und EBITDA-Anstiegs konnte beim EBITDA somit nicht erreicht werden.

Erneuter Anstieg von Konzernumsatz und EBITDA für 2019 erwartet – Erhöhung der Dividende angekündigt

Auch im Geschäftsjahr 2019 geht der Vorstand von einer positiven Umsatz- und EBITDA-Entwicklung für den VTG-Konzern aus. Obwohl die konjunkturelle Dynamik zuletzt etwas nachgelassen hat, sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in allen relevanten VTG-Märkten weiterhin solide. In Deutschland werden zudem positive Branchenimpulse aufgrund der Trassenpreissenkung im Schienengüterverkehr erwartet. Diese Faktoren dürften die Nachfrage nach Waggons und Logistiklösungen weiter erhöhen. Ein zusätzlicher Umsatz- und Ergebniseffekt wird aus der Nacco-Übernahme erwartet, die 2019 erstmalig über das gesamte Geschäftsjahr konsolidiert wird. Die im Zusammenhang mit der Übernahme stehenden Transaktions- und Integrationskosten dürften 2019 hingegen deutlich niedriger ausfallen. Vor diesem Hintergrund geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2019 von einem deutlichen Umsatzanstieg auf 1,15 Mrd. Euro bis 1,25 Mrd. Euro aus. Das EBITDA wird in Höhe von 480 Mio. Euro bis 510 Mio. Euro erwartet. Die EBITDA-Prognose enthält einen positiven Ergebnisbeitrag von 50 Mio. Euro aus der erstmaligen Anwendung des neuen Bilanzierungsstandards IFRS 16 für Operate-Leasing-Verträge. Darüber hinaus strebt der Vorstand unverändert einen Gewinn je Aktie (EPS) von 2,50 Euro für das Geschäftsjahr 2019 an.

Für das Geschäftsjahr 2018 kündigt der Vorstand an, der Hauptversammlung eine erneute Erhöhung der Dividende von 0,90 Euro auf 0,95 Euro je Aktie vorzuschlagen.

VTG AG kündigt Delisting im zweiten Quartal 2019 an

Der Vorstand der VTG AG hat am 24. Februar 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, den Widerruf der Zulassung der VTG-Aktien zum Handel im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse – ein sogenanntes Delisting – zu beantragen. Die Warwick Holding GmbH, mit rund 71 Prozent Hauptaktionärin der VTG, hatte zuvor mitgeteilt, eine geplante Bezugsrechtskapitalerhöhung zur teilweisen Refinanzierung des Hybridkapitals aus der Nacco-Finanzierung nur im Rahmen eines Delistings unterstützen zu können. Der Vollzug des Delistings wird voraussichtlich im April dieses Jahres erfolgen.


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